Artarium: Die Menschheit schafft sich ab (Vortrag von Harald Lesch)
Sonntag, 25. August 2019 ab 17:00 Uhr:

Nachdem wir nun bereits das gleichnamige Buch von Harald Lesch vorgestellt haben, bringen wir diesmal noch einen ganzen Vortrag von ihm zu Gehör, den er 2017 in der Stadthalle Heidelberg gehalten hat, und der dort vom SWR für deren “Teleakademie” aufgezeichnet ward. Für die Genehmigung zur Verwendung im Radio bedanken wir uns also jetzt bei der Teleakademie-Redaktion, beim Autor und Vortragenden sowie beim Veranstalter dieses sehr speziellen Auftritts, dem Deutsch-Amerikanischen Institut Heidelberg. Und weil es für uns ehrenamtliche Freizeitradioten kein Nebenbeispaziergang ist, sich all die für eine Sendung erforderlichen Rechte zu verschaffen, bleibt die Frage, warum wir einen Vortrag “hörbar machen” wollen, der eh schon im Internet umgeht.
Zum ersten erinnern wir da gern (und immer wieder einmal) an die Betrachtungen von John Peel über die Vorzüge des Radios gegenüber dem Fernsehen: “Radio is and always will be a more powerful medium than television because it allows the imagination of the listener to flourish.” So drückt es jedenfalls Justin Sullivan in einem Nachruf aus. Und so verstehen wir das auch: Gerade bei längeren Sprechstücken von hoher gedanklicher Dichte kann es förderlich sein, sie auch einmal ohne Mimik und Gestik des Vortragenden zu sich zu nehmen. Dabei werden Empathie und Phantasie angeregt, emotionale Nuancen können deutlicher erkannt werden, und das Gehirn beschüttet sich mit allerlei netten Chemikalien, die uns allgemein mit Wohlsein belohnen. Das Hören ohne zugleich zu sehen konzentriert die Wahrnehmung – und verstärkt dadurch die Aufmerksamkeit.
Nun ist Harald Lesch auch kein weithin Unbekannter, vielmehr ist er in zahlreichen Fernsehformaten beinah täglich zugange (alpha-Centauri, Terra X, Lesch’s Kosmos, Frag den Lesch). Die meisten, die ihn von daher kennen, haben eine gute Meinung von ihm: Er sei glaubwürdig, höchst kompetent und vor allem humorvoll. Jemand, der seine Gefühle zeigt (und sie nicht abspaltet), so einen Lehrer hätten sich viele in ihrer Schulzeit oder an der Uni gewünscht, einen, der auch “eher trockene Fächer”mit Saft und Kraft vermitteln kann – und der die “oft eng gefassten Spezialgebiete” in einem übergeordneten Zusammenhang darstellt.
Und so freuen wir uns auf eine echte Sternstunde von Harald Leschs Vortragskunst, in der wissenschaftliche Fakten rund um Naturzerstörung und Klimakrise auf die berechtigte Empörung über die “Durchökonomisierung aller Lebensbereiche” oder den “grenzdebilen Zustand gehorteten Vermögens” treffen. Dieses im besten Sinn poetisch wie prophetisch verdichtete Hörtheater wird abgerundet durch ein dazu passendes Lied von Paul Simon und Art Garfukel:
A Poem on the Underground Wall
Zur Sendungsseite artarium
Sendungen zum Nachhören
Querschläger Gegenwind 35 / 900
Nunmehr, was wäre Werbung in einem nichtkommerziellen Medium? Und wenn ja, wie könnte das ausschauen oder besser noch, sich anhören? Schließlich sind wir ja im Radio und “Das Beste gibt es nicht zu kaufen.” Bewirkt solch Vorhaben nicht gehörigen Gegenwind? Mitnichten. Denn “auf etwas aufmerksam…
Kein Zurück: Fürs Klima ins Gefängnis
Vor einiger Zeit sind wir gefragt worden, ob wir nicht anlässlich des Internationalen Frauentags wieder einmal ein besonderes, also ein themenspezifisches, auf die Inhalte dieses (bei uns auch als Feministischer Kampftag bekannten) Tages bezogenes Programm gestalten wollen. Koinzidenterweise sind wir gerade unlängst einem sehr besonderen…
Das Herz ist ein Muskel
“Das Herz ist ein Muskel in der Größe einer Faust” vom Hamburger Musikkollektiv Früchte des Zorns ist eines jener Lieder, auf das wir uns mit unserer langjährigen Radiokollegin Rosi Krenn jederzeit hätten einigen können. Die unermüdliche Beschützerin und Ermutigerin jeglicher Art von normabweichenden, unangepassten, speziellen,…
Arik Brauer
Damals, Anfang der 70er Jahre, waren die Bedingungen halt günstig, das Zeitfenster stand gerade weit offen für die radikal kritischen und selbstkritischen Lieder von Arik Brauer, dessen erstes Album in Gestalt eines phantastisch realistischen Triptychons 1971 zur Welt kam. Heute, mehr als 50 Jahre danach,…
IN BETWEEN
Nachdem wir nun (völlig zu Recht) mit der ausgezeichneten Gedenkkultursendung “Unzerstörbar” zum 28. Radiopreis der Erwachsenenbildung nominiert waren, denselben dann aber leider doch nicht gewonnen haben (warum auch immer) und jetzt am Montag, 16. Februar um 19 Uhr die Premiere unseres Dokumentarfilms “IN BETWEEN” im…










Lass' uns einen Kommentar da