Hörsturz #11: Editorial – Das Beste gibt es nicht zu Kaufen

Editorial
Mit “Das Beste gibt es nicht zu Kaufen” widmet sich in dieser Ausgabe der Hörsturz dem Jahresthema 2025 der Radiofabrik. Es thematisiert unsere Kerneigenschaften “offene, werbefreie Medienprodukte”, herausgegeben von “zivilgesellschaftlich verankerten und gemeinnützigen Organisationen”.
Dass damit in einer Welt, wo die weltweite Manipulation von demokratischen Prozessen durch profitorientierte Medienkonzerne kritisch gesehen wird, auch die Rolle des nicht-kommerziellen Rundfunks neu positiv bewertet werden kann, liegt auf der Hand. So widmet sich Davide Gnoato dem “Dilettieren”, also wie etwas “zum Vergnügen” machen, als fortgeschrittenen Kapitalismuskritik gesehen werden kann. David Mehlhart attackiert die Werbefinanzierung von Medien, da sie Bevormundung Tür und Tor öffnen. Und Veronika Sattlecker widmet sich den konsumfreien Kunst-Räumen als gesellschaftliches Labor.
Doch mit der über die Jahre betriebenen Professionalisierung der Freien Medien zu mittelgroßen Medienbetrieben wirkt das brechtsche Zitat “Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral”: Auch eine Non-Profit-Organisation kostet Geld, weil die gratis Arbeitsleistung von tausenden freiwillig Produzierenden durch bezahlte Angestellte verstärkt werden soll. Wie steht es dann mit der Unabhängigkeit? Dem widmet sich Alf Altendorf mit einer kritischen Reflektion zur öffentlichen Finanzierung des nichtkommerziellen Sektors und denkt gleichzeitig über gangbare Alternativen nach.
David Mehlhart & Alf Altendorf, im Jänner 2026







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