Artarium: 200 Sendungen und ein Videoprojekt
Sonntag, 11. März ab 17:06 Uhr: Jenseits von Mainstream und Mozartkugel, zwischen Genres und Generationen – das etwas andere Kunnst-Biotop wird 200 – und wir haben noch lange nicht genug!
Tatsächlich, mit der heutigen Nachtfahrt-Perlentaucher Ausgabe Nr. XVIII sind es also insgesamt zweihundert Radiosendungen, die ich in nunmehr gut vier Jahren selbst produziert oder gemeinsam mit meinen Gästen und Gästinnen gestaltet habe. Im Anfang jedoch war der Peter – und der Peter war ganz und gar bei sich und .W. – das war auch sehr gut so, denn sonst hätte er das Artarium nicht erfunden und mich nicht zum Radio gebracht…
Vor genau 5 Jahren hatte er die geniale Idee, einenkreativen Freiraum für die Salzburger Underground-Kultur und für randständige Kunstschaffende zu eröffnen – in Gestalt einer regelmäßig stattfindenden Sendung aus der Radiofabrik. Und eben dahin lud er mich Ende 2007 als Dichterkollegen zu einem höchst kurzweiligen Künstlergespräch. Im folgenden Jahr entwickelten sich daraus ein paar weitere gemeinsam bestrittene Themensendungen sowie in stetig wachsender Produktionslaune das Generationen-übergreifende Konzept des “etwas anderen Kunnst-Biotops” zum Zweck der allgemeinen Kreativitäts-Anstiftung sowie selbstverständlich auch zur Rettung der Welt – zumindest soweit die sich in erreichbarer Nähe, also “im Schatten der Mozartkugel” antreffen lässt. Der Rest ist inzwischen Radiogeschichte – und auch schon des Öfteren beschrieben und erzählt worden. Ihr könnt es gern nachlesen, im“About Artarium”, in meiner Kunnst-Biographie oder auf Peters Wikipedia-Benutzerseite.
Schnitt zur Gegenwart
Seit Anfang 2011 gestalte ich nun sowohl das Artarium als auch die Perlentaucher-Nachtfahrten gemeinsam mit meinem lieben Freund und kongenialen KollegenChristopher Schmall. Das Konzept der Sendungen hat sich dadurch deutlich in Richtung Sprachkunst und Wortgewalt verschoben. Und unsere Arbeitsweise ist mit der Zeit wesentlich emotionaler und intensiver geworden, die Atmosphäre im Studio entsteht noch viel mehr als früher “aus einem Bauchgefühl” und unbewusste Intuition bestimmt zunehmend die Richtung des gesamten Work in Progress. Mir war es daher schon seit Längerem ein Bedürfnis, diese Entwicklung einmal von außen reflektiert zu bekommen und in Form einer einfühlsamen Darstellungbewusster wahrnehmen zu können. Denn sonst könnte ich die vielschichtigen Vorgänge in unserer Radiokunst (kunnst?) zwar erleben und mich daran erfreuen, sie jedoch niemals beschreibend verstehen. Und da würde mir dann schon etwas Essenzielles abgehen, wenn ich es nicht in Worte fassen und – erzählen könnte…
So entstand bereits vor längerer Zeit die Idee, uns einmal beim Radiomachen in einer Livesendung filmen zu lassen, und zwar mit der Fragestellung “Was macht ihr da?” und “Was geschieht da mit euch, was spielt sich da zwischen euch ab?” Dazu musste sich allerdings erstmal ein wirklich geeigneter, also intuitiv arbeitender und auf Zwischentöne des Zwischenmenschlichen achtender Medienmensch mit Kamerakompetenz einfinden, der sich noch dazu für unsere Hörtheater- und Themenwelten begeistern konnte. So jemanden können Menschen wie wir nicht per Kopfdruck (sic) suchen – so jemandem müssen wiranfinden indem er sich bei uns einfindet. Und siehe da – genau so geschah es! Wir kamen mit dem für dieses unser spezielles Feedbackprojekt denkbar geeignetsten Filmemacher und Medienkünstler zusammen – nämlich mit Markus Huber aka mareone – Fachrichtungen Graffiti, Film & Fotografie, Multimedia Arts & Animations – und hier ist das Ergebnis:“Die Nachtfahrt – Eine Sendung der Artarium Redaktion
”Das Video auf Youtube“
(Radiofabrik Channel)
Markus Huber / mareone
(mehr von ihm auf Vimeo)
Nachtfahrt-Perlentaucher
Aktuelle Nachtfahrt Sendung: “Experlimental” feat. Ernst Jandl (am Freitag, 9. März 2012)
Ach ja – im Artarium unterhalten wir uns auch über diese gelungene Zusammenarbeit sowie über weitere mögliche Projekte, spielen ein bisschen Feedback mit Musik und feiern, dass wir gut zu hören sind. Und ein geiles Institut. Hihi
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