Incontro
Perlentaucher Nachtfahrt
Freitag, 14. August ab 22:06 Uhr
Das italienische Wort “Incontro” mit seinen Bedeutungsnuancen von Begegnung bis Gegenüber haben wir in unseren letzten Artarium- wie auch Nachtfahrtsendungen bereits in einigen seiner äußerlichen Aspekte angeschaut: Was die wechselseitige Inspiration unterschiedlicher Kulturen angeht, wie sich verschiedene Einflüsse in einzelnen Menschen oder zu kleineren Gemeinschaften “vermischen”, warum es besonders schön und vor allem auch wertvoll sein könnte, selbstbewusst so etwas wie ein “Mischling” zu sein. Die nächste, noch unbeackerte Ebene des Begegnens und des Dialogs mit dem Gegenüber ist dann der Übergang vom “äußeren Anderen” zum “inneren anderen Selbst” sowie derjenige vom Menschgestaltigen ins Spirituelle …
In diesem brutalistischen und oft abstoßend kalt und gefühlsamputiert wirkenden Gehäuse vibrieren alle unsere Körperzellen in einem unfassbar lebendigen Tanz. Was wie ein Widersprucherscheint, ist genauso richtig und wahr wie alles sonstige Leben auf dem zunehmend verunstalteten Planeten, den wir in unseren kreativen Expeditionen aus diesem Leben heraus bereisen. Die Dimension der Resonanz,wenn wir von Lebewesen, von Dingen, von Themen, von Umständen, von unserem Dasein im Sein selbst angerührt, angesprochen, angezogen werden, wenn wir nichts mehr anderes als nur noch antworten, mit allem, was wir sind und was uns ausmacht. Die Schwingung von Allem in allem, die wir wahrnehmen, sobald wir bemerken, dass da etwas in gleicher Weise mitschwingt, das wir so zuvor so noch nicht erkannt haben oder das wir in unserem ersten Augenblick längst vergessen haben, nur um es auf unserem Lebensweg wiederfinden zu können. Alles in allem vom Glück verfolgt.
Mitten im Abgehackten, im zur sinnleeren Verwurstungbestimmten Menschenzoo, im immer noch gefühllosere und abgespaltenere Funktionsklonehervorbringenden Suppentopf der Weltherrschaft stehst du, tapfer im Widerstand und immer auf der richtigen Seite und bemerkst, dass du dich längst selbst verloren hast. Dass du genauso verloren bist wie all die verlorenen Seelen ringsum und die gleiche Gewalt in dir trägst, die dir auch angetan wurde und vor der du die schützen willst, die du liebst. Und wenn du dann durch die Nacht deines Schreckens und deiner Angst hindurch gehst, um davon Zeugnis abzulegen, dass du ein Mensch bist so wie alle anderen auch … Wenn du dein Menschsein wieder zu fühlen beginnst, kannst du alles sein: Der du warst und der du bistund der du sein wirst – alles in allem – hier und jetzt und jenseits der Zeit … In unserem Incontro, in unserer Resonanz,









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