Neues Jahresmotto 2026
Die Radiofabrik rückt Nichtkommerzialität als Jahresmotto 2026 in den Mittelpunkt
Salzburg, am 15. Jänner 2026
I
n einer Pressekonferenz stellte Salzburgs Community Radio heute das neue Jahresthema 2026 vor. Präsentiert wurden dazu journalistische Initiativen und Medienbildungsangebote. Mit zwei Vorschlägen zur Verbesserung der nationalen Medienfonds wendet sich die Radiofabrik an die Bundespolitik.
Mit dem neuen Jahresthema „Das Beste gibt es nicht zu kaufen“ stellt die Radiofabrik 2026 ihre zentrale Eigenschaft – die Nichtkommerzialität – ins Zentrum. Salzburgs einziger nichtkommerzieller Radiosender zeigt damit, warum Gemeinwohlorientierung und Werbefreiheit in der heutigen Medienlandschaft relevanter sind denn je. Dieses Jahresmotto begleitet die Radiofabrik das ganze Jahr. Sendungen und Inhalte, die sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit der Thematik befassen, werden auf der Website der Radiofabrik gesammelt zur Verfügung gestellt.
Nichtkommerzialität als Qualitätsmerkmal
Seit ihrer Gründung 1998 steht die Radiofabrik für offenen Zugang, Demokratisierung von Medien und kritische Medienkompetenz. Über 300 ehrenamtlich Engagierte gestalten regelmäßig rund 200 Sendungen in zehn Sprachen im sogenannten offenen Zugang. Die Inhalte entstehen aus persönlichem Interesse und gesellschaftlichem Engagement. Nicht aus kommerziellem Druck oder Reichweitenzwang. Damit wird die Radiofabrik zu einer Plattform für Stimmen, Themen und Perspektiven, die sonst im medialen Mainstream oft fehlen.
Redaktionelle Formate ergänzen die Programme, die im offenen Zugang entstehen, um Inhalte, die im Zusammenspiel mit professionellen Journalist:innen entstehen. Dazu gehört das Radiomagazin „unerhört!“, das von Absolvent:innen der Radiofabrik Lehrredaktion gestaltet wird. David Mehlhart unterstützt in seiner Rolle als Redaktionsleiter und bringt seine journalistische Expertise ein.
Die Werkspost ist das Flagship-Format der Radiofabrik im digitalen Raum. Alle zwei Wochen erscheint sie als Newsletter und Podcast und setzt sich mit aktuellen lokal- und regionalpolitischen Ereignissen auseinander. Gestaltet wird die Werkspost von einem Redaktionskollektiv, das zur einen Hälfte aus erfahrenen Journalist:innen und zur anderen Hälfte aus journalistischem Nachwuchs mit ersten Berufserfahrungen besteht.
In Zeiten, in denen viele journalistische Inhalte hinter Paywalls verschwinden, während Desinformation frei im Netz zirkuliert, setzt die Radiofabrik bewusst auf offene Zugänglichkeit. Alle Beiträge sind kostenlos online abrufbar. Ein bewusster Gegenentwurf zur Kommerzialisierung des öffentlichen Diskurses. Gleichzeitig garantiert der Sender journalistische Standards und bildet laufend neue Medienschaffende aus.
Bildungsauftrag und gesellschaftliche Verantwortung
Nichtkommerzialität ermöglicht zugleich kritische Medienbildung. Nur wer unabhängig von Marktlogik agiert, kann Medienprozesse und Machtstrukturen auch kritisch hinterfragen. Seit fast drei Jahrzehnten bietet die Radiofabrik, für alle Altersgruppen und unabhängig von finanziellen Mitteln, niederschwellige Ausbildungsangebote an.
Um allen Menschen, unabhängig von ihrem Einkommen, die Teilnahme an den Workshops zu ermöglichen, ist die Radiofabrik seit Herbst 2025 Partnerin der Aktiv:Karte der Stadt Salzburg für Menschen mit geringem Einkommen. Sie können, ebenso wie Besitzer:innen des Kulturpasses, die Workshops kostenlos besuchen.
Gesetzliche Valorisierung des NKRF, Reform der Richtlinien des “Digitalen Transformationsfonds” TRAFO
Die Leistungen der Radiofabrik wurden der Öffentlichkeit immer sehr kostengünstig zur Verfügung gestellt. Deren Finanzierung auch in Zeiten enger öffentlicher Kassen zu verbessern, dafür bestehen zwei konkrete Forderungen:
Durch gesetzliche Valorisierung des Nichtkommerzielle Rundfunkfond” (NKRF) die Finanzierung langfristig absichern und politische Abhängigkeit reduzieren. Und durch Anpassung der Richtlinien des “Fonds zur Förderung der digitalen Transformation” (TRAFO) eine verbesserte Zugänglichkeit für nichtkommerzielle Medienunternehmen herstellen.
Beide Forderungen sind nahezu kostenneutral.












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