Sonntag, 26. Februar 2023 um 17:06 Uhr
WH Montag, 27. Februar 2023 14:06 Uhr
Behindert sein und werden

Pepo Meia war Musiker, Rollstuhlfahrer und Aktivist. Am 3. Januar dieses Jahres ist er, wie man so sagt, “von uns gegangen”. Der Kampf geht aber weiter. Und das verbindet uns mit ihm. Denn das Ringen um einen “Dialog auf Augenhöhe”, also um Anerkennung als gleichberechtigte, gleichwertige und gleichgestellte Gesprächspartner, ist nach wie vor im Wortsinn not-wendig. Auch jenseits von körperlichen Einschränkungen und Baumaßnahmen zur Barrierefreiheit werden Menschen aus unterschiedlichen Gründen in ihrer Lebensführung und Gestaltung behindert. Wir nehmen das heutige “In memoriam” zum Anlass, über die Bedeutung von “Inklusion” nachzudenken, indem wir von Pepo Meias Statement ausgehen und es dann weiter entwickeln …
Zuerst allerdings wollen wir diesen Nachruf aber in Würdigung seines Wirkens im Freien Radio sowie seiner tiefen Verwurzelung in der Wiener Musikszene begehen:
- Mit einem Beitrag über den “Hansi-Lang-Hof” in Wien Döbling.
- Und mit dem thematisch kongenialen Stimmgewitter-Augustin-Reworkvon Hansi Langs “Keine Angst – Angst”.
- Danach kommt Pepo Meia selbst zu Wort und Gesang und
- wir verlesen das Schlussmanifest seiner Bestandsaufnahme zur Lage der Nation (zur Situation behindert werdender Menschen/Gruppen im Kontext der Geschichte Österreichs) “Kopf oder Geier” (entstanden zur Jahrtausendwende und, wie zutreffend angemerkt wird, “zeitlos”, leider, denn wo stehen wir da heute?)
“Der Kampf muss immer noch gefochten werden …”
(der deutsche Pop-Musiker Joris stellt das im Hinblick auf die Diskriminierung Anderssexueller fest) und so ist es auch.
Es gibt viele verschiedene “Behinderungen”, die wir nicht als aus der Gemeinschaft ausschließende oder an ihren Rand abschiebende, pathologisierende Diagnosen auffassen wollen, sondern als unterschiedliche Eigenschaften, die einer speziellen Aufmerksamkeit bei der Übersetzung, Verständigung und Zugangsermöglichung bedürfen. Genau diese Eigenschaften beinhalten aber auch spezielle Begabungen und würden, wenn sie nicht behindert werden, unsere Gemeinschaft bereichern.
Sendungen zum Nachhören
Takeshi’s Cashew
Dass es hier in nächster Zeit die eine oder andere musikalische Neuentdeckung zu erleben gibt, das hat sehr viel mit Hans Webersdorfer zu tun. Besser gesagt mit der nach ihm benannten Straße im Süden Salzburgs. Dorthin werde ich nämlich jetzt eine Zeit lang unterwegs sein.…
Austrodrama – Album von Mwita Mataro
Machen wirs kurz: Im Jahr 2025, als wir selbst gerade mit der Produktion unserer dokumentarischen Erzählung “IN BETWEEN. Ein Doppelportrait” beschäftigt waren, geriet ein lieber Kollege, den ich noch aus seiner Salzburger Zeit kenne, in den Fokus unserer Aufmerksamkeit. Mwita Mataro hatte da soeben seinen…
A Mediterranean Odyssey
Nach über 15 Jahren gedeihlicher Zusammenarbeit schließt sich hiermit einer von nicht wenigen Kreisen, die eine spontan-assoziative, musik/textdramaturgische sowie themenvielfältige Arbeitsweise wie die unsere immer und immer wieder in neugieriger Bewegung gehalten haben. “A Mediterranean Odyssey” von Loreena McKennitt, ein ganzes Album, das im Zusammenwirken…
Die Hundeblume
Ein Mann sitzt im Gefängnis. Warum? Für wie lange? Man weiß es nicht. Das einzige, was wir wissen, ist, dass er in Einzelhaft ist und dass er sich dabei sehr genau beobachtet: “Und nun hat man mich mit dem Wesen allein gelassen, nein, nicht nur…
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Aha, wohl eine Sendung über Hannah Arendt, die ja gesagt haben soll, “Denken ist Zwiesprache mit sich selbst.“ Und über die unlängst ein ziemlich genialer Dokumentarfilm mit dem Titel “Denken ist gefährlich” erschienen ist? Aber nicht doch … oder … das kommt schon auch noch.…

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