Hörenswert: Ava Fina – „Simultaneously Stimulating“

Samt-Soul, Düster-Pop, elektronische Indie-Songs über das Leben und das alles zur gleichen Zeit.
„Simultaneously Stimulating“ von Ava Fina ist ein Spiel mit Gleichzeitigkeiten, ein Chaos des Seins und ein Statement für Zusammenarbeit und Weiterentwicklung.
Hörenswert. Das RF-Album der Woche ist zu hören am Freitag, 1.5.2026 ab 14:06 Uhr, Wiederholung am Donnerstag, 14.5.26 ab 00:00 Uhr.
Ava Fina erkundet die Landschaften des Inneren, ist intensiv und direkt und gleichzeitig voller emotionaler Nuancen, die selbst die Weltmüdigkeit erträglich machen. Musik zum Durchs-Leben-kämpfen, fürs Idealistisch-sein und bleiben-wollen, für Existenzangst und Selfempowerment. Nach Aufenthalten in Peru, Südkorea und Hamburg zieht die Salzburgerin nach Wien und startet nach ihrem Projekt „Mirada“ neu als Ava Fina.
2021 veröffentlicht sie „Ain’t Alice“ und das funktioniert jetzt natürlich wunderbar als umgekehrte Analogie, mit der ein Projekt aus dem Kaninchenbau ans Licht kommt, sich Akustik-Balladen zu Songs mit Power entwickeln und Ava Fina ins FM4-Airplay einsteigt. Währenddessen studiert sie, macht weiter Musik und produziert für sich selbst zum Spaß mit Abelton. Eine Förderung des Österreichischen Musikfonds und die Zusammenarbeit mit Songwriter und Produzent Johannes Madl (Berglind, Bibiza) sowie Sophie Lindinger (Leyya, My Ugly Clementine) machen schließlich die Produktion einer EP möglich, die bereits aufgenommene Ideen aufgreift und sie gereift aus ihrem Wachstumskokon herausschält.
„Für mich ist es eine EP über das Leben. Ich habe das Gefühl, man lebt so sein Leben und
auf einmal kommen Themen daher, die man nicht vorhergesehen hat und die einen ein bisschen umhauen.
Alles passiert gleichzeitig. Der Herzschmerz, die Trauer, die Einsamkeit,
finanzielle Sorgen, aber auch die Selbstbestimmtheit, die man durch neue Erfahrungen entwickelt.
Man muss einfach schauen, wie man damit zurechtkommt.“
(Ava Fina im mica-Interview)
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Mehr Informationen(Ava Fina – „dear mind“)
Ava Finas Musik ist ein Hybrid aus international klingendem Pop, dem Sound intimer Bedroom-Recordings und dem Gefühl, dass hier bald etwas Großes aufbricht. Die sechs Songs sind samtig, fast noch zart und fragil, in „dear mind“ wird es sogar fast klaustrophobisch schön: Im eigenen Kopf ist ja doch immer am meisten los und die gleichzeitige Überschwemmung mit Inspiration trifft auf die Lähmung der Angst, darin zu ertrinken.
Aber gib dem Chaos genügend Raum und die Schwere hat Platz, um ihr Gewicht zu verringern. Auch dass bei Ava Fina unter der Oberfläche noch etwas brodelt, ist spätestens bei „Onions“ schon zu erahnen: Sie singt hier einige Zeilen auf Spanisch und führt onion people vor, Menschen, die ausschließlich grantig und fassungslos machen, weil sie so nerven. „Wild Woman“ bricht dann noch mehr aus den ruhigen Klangflächen und den gesellschaftlichen Erwartungen an Weiblichkeit aus und nimmt groovend Fahrt auf. Hier wird beobachtet und die kleinen emotionalen Erschütterungen werden archiviert, mit leicht verdrehtem aber hochgradig eingängigem Alternative-Pop.
Eine technoid-soulige Messe für die Überforderten.
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Am 16. Mai 2026 spielt Ava Fina als Support von Ende im Rockhouse – support your local Soul-Pop-Scene!
„Simultaneously Stimulating“ von Ava Fina ist am 10. April 2026 auf Now Is Not Forever erschienen.










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