RTR-Studie zeigt: Freie Medien sind wichtig für Demokratie

(PA FS1 & Radiofabrik 180326)
FS1 und Radiofabrik schaffen Öffentlichkeit, wo es der Markt nicht tut
Salzburg, am 17. März 2026
Eine neue Studie im Auftrag der RTR zeigt die Bedeutung Freier Radios und Community-TVs für Teilhabe, Wissen wie Medien funktionieren und Gesellschaft. Die am 5. März von der Rundfunk- und Telekom-Regulierungs-GmbH (RTR) präsentierte Arbeit der Universität Salzburg unterstreicht die Bedeutung des nichtkommerziellen Rundfunks in Österreich. Exemplarisch wurde in Salzburg die Wirkung von FS1 untersucht.
Die Kommunikationswissenschaftler:innen Manuela Grünangerl und Felix Kramer unter der Leitung von Josef Trappl stellen das Konzept der „aktivierenden Reichweite“ ins Zentrum ihrer Analyse. Anders als klassische Kennzahlen misst es nicht die Größe des Publikums, sondern die Qualität und Dauer der Beteiligung. Reichweite bedeutet hier, dass Menschen ermutigt werden, sich selbst aktiv einzubringen.
Identifiziert werden sechs Wirkungsräume – vom demokratischen Möglichkeitsraum über das Praxislabor Medien bis hin zur Infrastruktur zivilgesellschaftlicher Vernetzung. Freie Sender machen also mehr als nur Programme. Sie schaffen Räume für Austausch und Beteiligung.
Anhand der Ausbildungsredaktionen von FS1 wird beleuchtet, wie Community-Medien berufliche Perspektiven und Sprungbretter in die Medienbranche eröffnen. Über das KULT-Magazin des Dachverband Kultur Salzburg wird nachgezeichnet, wie FS1 Initiativen sichtbarer macht und ihnen hilft, selbst aktiv zu kommunizieren.
Erstmals wird in einer Untersuchung die Rolle des nichtkommerziellen Rundfunks als eigenständige demokratisch relevante Medieninfrastruktur betont. „Nichtkommerzieller Rundfunk ist eine Basisinfrastruktur für die Demokratie, gerade abseits der großen Ballungszentren“, sagt Carla Stenitzer, Programm-Geschäftsführerin der Radiofabrik. „Das sieht man auch an unserem Außenstudio im Pinzgau. Denn gerade am Land ist die Auswahl an regionaler und lokaler Berichterstattung dünn. Die Radiofabrik hält dort regionale Identität und Diskurs lebendig. Pinzgauerinnen und Pinzgauer haben in der Radiofabrik selbst die Möglichkeit, Themen zu setzen, anstatt nur voralpine Kulisse für den Tourismus zu sein.“
Gerade heute, wo große weltweite Online-Plattformen dominieren und zunehmend skeptisch gesehen werden, sind solche lokalen Medien als Gegengewicht besonders wichtig. „Unsere Sender schaffen Öffentlichkeit, wo der Markt sie nicht schafft“, so Alf Altendorf, kaufmännischer Geschäftsführer von FS1 und der Radiofabrik. „Nicht die Quote zählt, sondern unsere Wirkung als Basisinfrastruktur der Demokratie. Und diese Leistung braucht besondere Anerkennung in der regionalen Förderpolitik, die wir als Ergänzung zur RTR-Finanzierung dringend benötigen.“
Die vollständige Studie ist unter https://www.rtr.at/Studie_NKRF abrufbar.
Rückfragehinweise:
Alf Altendorf
a.altendorf@fs1.tv
+43-699-14301075
Carla Stenitzer
c.stenitzer@radiofabrik.at
+43-660-3211075
Bildhinweis:
Titelblatt von „Grünangerl, M., Kramer, F., & Trappel, J. (2026). Nichtkommerzielle Rundfunkveranstalter. Was sie tun und was sie leisten. Eine qualitative Studie zu den Leistungen des Nichtkommerziellen Rundfunks in Österreich.“
Credit: RTR – Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH.
