Artarium: Konstantins Kindheitstraum
Sonntag, 11. Oktober 2020 ab 17:00 Uhr (WH am 12.10. ab 14:00 Uhr):

Konstantin Wecker hat sich da wohl wirklich einen Kindheitstraum erfüllt: Gemeinsam mit dem Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie einen üppigen Überblick seiner eigenen Werke darzutun. In der Konzertreihe “Weltenbrand” sowie auf dem gleichnamigen Live-Doppelalbumorgelt es einem Weckers Welt jetzt also orchestral um die Sinne – und es ist kaum zu fassen, dass der lebensfrohe Sänger, Dichter und Komponist, dem wir da beiwohnen, schon über 70 Jahre alt ist. Immerhin dauert das Programm fast zweieinhalb Stundenund man muss sehr genau hinhören um zu bemerken, dass dazwischen auch einmal ein Päuschen eingelegt wird. Auf jeden Fall stellt dieser Rundflug durch 40 vielseitige Schaffensjahre eine gelungene Auslese im bislang ungekannten Musikgewand dar.
Und der Kindheitstraum? Oftmals hat “der Wecker” inzwischen davon erzählt, wie der kleine Konstantin daheim zu den Opernplatten seines Vaters singen lernte. Sich als Kind in die Rolle hinein zu phantasieren, auf der Bühne, mit Orchester, das lässt sich einfach nachempfinden – sofern man sich selbst als Kind noch nicht vollends abgeschafft hat. Und heute – im Herbst seines Lebens – singt der große Konstantin seine Lieder live mit Orchester, auf der Bühne – und sogar vor Publikum. Das vergönn‘ ich ihm von Herzen! Mir ist er im Verlauf meines Lebens mehrmals wesentlich geworden – und das hängt wohl mit der unglaublichen Vielfalt seiner Ausdrucksformen zusammen, die eine/n in den verschiedensten Gestimmtheiten innerlich widerspiegeln können. Zuerst war er mir Mentor der Auflehnung (Das sag ich euch…) sowie Lehrer der Zärtlichkeit (Was tat man den Mädchen), danach Wanderführer des politischen Widerstands (Willy) und Verkörperung von Prallheit und Genuss (Genug ist nicht genug). Viel später erst entdeckte ich die Welt seiner Gedichte und Jetzt eine Insel finden wurde mir zum dauernden Weggefährten. Seitdem erachte ich Weckers lyrisches Werk für sträflich unterschätzt. Aber was willst in der kleinkarierten Szenerie, die auf alle und jeden ein Genreschachterl scheißt? Gute Untenhaltung mit Preiszetterl und Diplom…
Dahingegen spielen wir einen Ausschnitt aus Weckers Weltenbrand mit Orchester und überlassen euch dem Leben, das sich bekanntermaßen weder diplomieren noch bepreiszetterln lässt. Das Leben will lebendig sein…
“Die Herren pokern. Ihre Welt schneit unsere Herzen langsam ein. Jetzt kann nur noch die Phantasie die Sterbenden vom Eis befreien.”
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Sendungen zum Nachhören
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FRAGE: “Werden sie von ihren Kindern noch um Rat gefragt?” FAKT: “Laut Studien fragt nur noch die Hälfte der Kinder und Jugendlichen ihre Eltern, Lehrer oder andere nahe Erwachsene um Informationen oder um Rat bei all den Fragen, die das Erwachsenwerden so mit sich bringt.”…
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Zum 50. Jubiläum? Eines im Jahr 1973 erstmals erschienen Albums? Heuer? Nun, bei diesem im wahrsten Sinn epochemachenden Kapitel der Musikgeschichte soll in unserem Fall auch meiner persönlichen Erstbesteigung – besser gesagt Erstbehörung – im Jahr 1976 gedacht werden. So wie jedweder erstmaligen Begegnung mit diesem…
Takeshi’s Cashew
Dass es hier in nächster Zeit die eine oder andere musikalische Neuentdeckung zu erleben gibt, das hat sehr viel mit Hans Webersdorfer zu tun. Besser gesagt mit der nach ihm benannten Straße im Süden Salzburgs. Dorthin werde ich nämlich jetzt eine Zeit lang unterwegs sein.…
Austrodrama – Album von Mwita Mataro
Machen wirs kurz: Im Jahr 2025, als wir selbst gerade mit der Produktion unserer dokumentarischen Erzählung “IN BETWEEN. Ein Doppelportrait” beschäftigt waren, geriet ein lieber Kollege, den ich noch aus seiner Salzburger Zeit kenne, in den Fokus unserer Aufmerksamkeit. Mwita Mataro hatte da soeben seinen…

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